Lieber Gutti, bleib im Amt - und lass die Diskussion einfach verhallen
Sinngemäßes Zitat aus einer mailing-Liste: Herr Ex-Doktor zu Guttenberg möge wegen der schwer wiegenden Morallast endlich zurücktreten. Dann Wiederholung vieler, oft gehörter Argumente. Bla bla.
Ich beziehe mal gegensätzlich Stellung, weil: ich interessiere mich überhaupt nicht dafür, was Herr Gutti in seiner ohnehin für das Weltgeschehen völlig bedeutungslos gebliebenen Doktorarbeit geschrieben hat. Wegen mir hätte er auch 500 Seiten lang seinen Hintern kopieren können.
Und dank reichlich vorhandener anderer Titel um den Namen, hatte ich von seinem Doktor zuvor ohnehin noch nicht gehört. Relevanz des Betrugs für die Gesamtsituation: null.
- vernünftige Repräsentation der von unserem Bundestag unsinniger Weise entsandten Soldaten
- Durchführung der Bundeswehrreform zur a) bürokratieentschlackten und besser einsatzfähigen Armee und b) wesentlichen Budgetreduzierung.
Nur daran. Erster Eindruck: sehr schwierige Aussichten, aber womöglich tragfähiger Ansatz.
Und diese ganzen scheinheiligen Möchtegern-Moralapostelpisser an den Spitzen der Opposition, die sich im Bundestag laut ereifern, stehen ohnehin auch alle bei irgend einer Lobbyistenorganisation auf dem Gehaltszettel (<- Moral). Also wieder hinsetzen im Parlament und besser die Klappe halten, bevor dann gleich Euer Dreck am Stecken herauskommt. Die Diskussion läuft viel zu hochtourig, wegen einer praktisch nicht relevanten Kleinigkeit, die damals die Uni nicht interessierte - womöglich, weil sie auch heute noch ohne Bedeutung ist. Ich kann nur hoffen er tritt nicht zurück, denn mal ganz abseits aller schon zu oft vorgebrachten Argumente: den volkswirtschaftlich besseren Nutzen haben wir alle vermutlich, wenn er im Amt bleibt. Boah nervt das Gesabbel in der Journalie.